Jens Nebel zu Facebook-Eigenwerbung in der WELT am Sonntag

Mit einer Stellungnahme zu Facebooks Eigenwerbung im Newsfeed wurde unser IT-Partner Jens Nebel in der jüngsten Ausgabe der WELT am Sonntag zitiert. Facebook blendet im Newsfeed seit geraumer Zeit Werbung ein, die – normalerweise – mit dem Wort „gesponsert“ gekennzeichnet wird. Bei Werbung für eigene Produkte ersetzt Facebook diesen Hinweis jedoch durch ein kleines blaues „f“.

Nach Einschätzung von Jens Nebel ist das wettbewerbsrechtlich problematisch, weil es gegen das Gebot verstößt, dass Werbung klar als solche erkennbar sein muss: „Zwar muss ein Unternehmen die auf seiner eigenen Seite präsentierte Eigenwerbung grundsätzlich nicht gesondert kennzeichnen. Denn beim Besuch einer Unternehmenswebseite erwartet man von vornherein Werbung. Das gilt aber nicht für Webseiten, die in erster Linie fremde Inhalte bereitstellen, wie dies bei Facebook und vergleichbaren Plattformen der Fall ist.“ Hier erwarte der Nutzer User Generated Content und nicht unbedingt eine Eigenwerbung des Plattformbetreibers. Jens Nebel: „Diese darf daher nicht ohne klare visuelle oder textliche Abgrenzung (z. B. mit dem Wort ‚Anzeige‘) zwischen den sonstigen Inhalten (z. B. im Newsfeed) ‚versteckt‘ werden.“

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